Während viele Grower Wert auf eine effiziente Raumnutzung oder größtmögliche Diskretion legen, gibt es andererseits auch Grower, die ihre Cannabispflanzen bis an ihre Grenzen treiben wollen. Auch wenn der Anbau von echten Weed-Bäumen nicht für jeden eine Option ist, können diese 7 Tipps die Erträge eines jeden Growers steigern.
Seien wir ehrlich – wenn du willst, dass eine Cannabispflanze ihr volles Potenzial erreicht, muss sie im Freien angebaut werden. Während eine „große“ Sorte im Innenbereich höher wächst als eine „kompakte“ Sorte, wird dieselbe „große“ Sorte im Freien nochmal um einiges größer. Wenn du auf wirklich gewaltige Pflanzen aus bist, ist der Anbau im Freien also unerlässlich. Auch wenn wir uns deshalb in erster Linie auf den Anbau im Freien konzentrieren, sind viele dieser Tipps auch für Grower im Innenbereich nützlich – lies also am besten einfach weiter.
1. Wähle die richtige Genetik
Wenn es dein Ziel ist, die größte und produktivste Pflanze anzubauen, musst du entsprechend planen. Nicht jede Sorte ist gleich gut beziehungsweise wird gleich groß, und bestimmte Sorten eignen sich deutlich besser als andere, wenn du auf Größe aus bist. Was macht eine gute Sorte für den Anbau im Freien aus? Schauen wir uns die drei wichtigsten Komponenten an: das Indica/Sativa-Verhältnis, die Blütezeit und den Blütentyp.

Indica/Sativa-Verhältnis
Generell gilt, dass Sativas in der Regel höher wachsen und mehr Blüten pro Pflanze produzieren als Indicas. Allerdings neigen Indicas dazu, dichtere Blüten zu bilden und oft mehr pro Quadratmeter zu produzieren als Sativas. Doch wie kann das beides stimmen?
Sativa-dominante Sorten sind in der Regel groß und spindeldürr, mit länglichen Ästen und größeren Internodien. Viele Sativa-Sorten können weit über 4 Meter hoch werden und entwickeln ebenso massive Wurzelsysteme, um dieses Wachstum zu unterstützen. Die Blüten von Sativas sind oft heller und luftiger und enthalten weniger Harz.
Indica-dominante Sorten hingegen sind in der Regel kürzer und buschiger und bleiben meist unter 2 Metern Höhe. Diese Pflanzen haben in der Regel deutlich dichtere und schwerere Blüten mit einer höheren Harzkonzentration.
Mit diesem grundlegenden Verständnis im Hinterkopf weisen die besten Sorten für den Anbau der produktivsten Cannabispflanzen im Freien oft ein gewisses Maß beider Varianten auf: Sativa-Genetik für die Höhe und Indica für dichte Blüten. Insgesamt solltest du jedoch eine Sorte wählen, die sativadominiert ist, aber dennoch zumindest einen Teil der Indica-Genetik enthält.
Sorten wie Gorilla Haze und Super Silver Cheese sind beispielsweise eine gute Wahl. Sie beide sind sativadominierte Hybride, die im Freien leicht über 2 Meter hoch werden können. Wir haben es dir leicht gemacht und eine Übersicht über unsere höchsten Pflanzen erstellt.
Blütezeit
Mehr Zeit für das Wachstum bedeutet eine größere Pflanze. Viele Sorten wachsen bis zur Ernte, obwohl sich dieses Wachstum nach den ersten Wochen der Blütezeit schnell verlangsamt. Trotzdem wird eine Sorte mit einer Blütezeit von 12-14 Wochen einfach höher wachsen als Sorten mit einer Blütezeit von nur 8-9 Wochen. Im Allgemeinen haben Sativas eine längere Blütezeit als Indicas.
Es ist jedoch wichtig, dass du die Länge deiner Anbausaison im Auge behältst, da einige Sorten in bestimmten Regionen zu lange brauchen, um zu blühen. Darauf gehe ich in Punkt 4 weiter unten näher ein.
Blütentyp
Obwohl Autoflowering Sorten heutzutage unglaublich beliebt sind, werden sie nie die gleichen Erfolge wie ihre photoperiodischen Cousins erzielen können. Da Autoflowering Pflanzen nach ihrem eigenen, festgelegten Zeitplan wachsen, ist es unmöglich, sie lange genug anzubauen, um mit klassischen feminisierten Samen zu konkurrieren.
Wenn es dein Ziel ist, riesige Weed-Bäume zu züchten, musst du dich an photoperiodische Sorten halten.
2. Wähle den richtigen Platz
Nachdem du nun deine Sorte ausgewählt hast, ist es an der Zeit, den perfekten Platz zu finden. Idealerweise brauchst du einen flachen (oder leicht abfallenden), ebenen Ort ohne Hindernisse über dem Kopf, um das Licht für deine Pflanzen zu maximieren. Versuche daher, einen Platz zu finden, der nach Süden ausgerichtet ist (wenn du in der nördlichen Hemisphäre lebst).

Es ist auch wichtig zu wissen, wie viele Pflanzen du anbauen willst. Wenn du 3 Meter hohe Bäume anstrebst, musst du deine Pflanzen in einem gewissen Abstand zueinander setzen. Obwohl jede Sorte anders ist, gilt es ein paar Richtlinien zu beachten.
Im Durchschnitt kann die Fläche, die eine Pflanze benötigt, anhand der gewünschten Höhe der Pflanze geschätzt werden. Nehmen wir zum Beispiel an, dass ich versuche, einen 3 Meter hohen Weed-Baum zu pflanzen: Wie viel Platz sollte ich ihm geben? Nimm die Hälfte der erwarteten Höhe (in diesem Fall 1,5 Meter) und ziehe eine Linie von der Mitte deiner Pflanze gerade nach außen.
Das ist der Mindestradius, den deine Pflanze zu sich selbst haben sollte. Beachte, dass das nur eine grobe Schätzung ist und es fast immer besser ist, einer Pflanze eher zu viel Platz zu geben als zu wenig. Beim Anbau von Weed-Bäumen geht es darum, ein paar massive Pflanzen zu züchten; gib ihnen also den Platz, den sie zum Gedeihen auch brauchen.
Den perfekten Platz für den Anbau im Freien zu schaffen ist nicht einfach. Schau dir dazu am besten meinen kompletten Leitfaden an.
3. Größere Töpfe = größere Pflanzen

Eine Pflanze kann nur so groß werden, wie ihre Wurzeln sie tragen können. Ein größerer Topf ermöglicht also größere Pflanzen. Klingt simpel, oder? Na ja, ist es auch. Jetzt magst du vielleicht denken, warum du deine Samen nicht einfach direkt in die Erde pflanzen und der Natur ihren freien Lauf lassen solltest. Leider ist das jedoch nicht die beste Methode.
In neun von zehn Fällen reicht der Boden in deinem Garten nicht aus, um einen wirklich großen Weed-Baum zu züchten. Außerdem weiß jeder Gärtner, der etwas auf sich hält, dass du speziell gedüngte Erde verwenden musst. Dazu kannst du entweder ein Loch graben und es mit deiner neuen Erdmischung füllen oder du verwendest oberirdische Töpfe.
Doch wie viel Erde brauchen diese riesigen Pflanzen eigentlich? Das ist ziemlich kompliziert und hängt von Faktoren wie der örtlichen Umgebung, der genauen Sorte, deinem Substrat, der Drainage und vielem mehr ab. Leider gibt es hier keine pauschale Antwort.
Viele Grower in Kalifornien, wo legale Outdoor-Farmen üblich sind, setzen ihre Pflanzen jedoch in Töpfe (oder Löcher), die zwischen 1000 und 1500 Liter fassen. Das klingt nach viel Erde und das ist es auch. Aber eine 3 bis 4 Meter große Pflanze braucht eben eine ebenso große Wurzelstruktur, um ihr Wachstum zu unterstützen und sie fest zu verankern.
4. Timing ist alles
Den perfekten Zeitpunkt für die Aussaat zu finden, ist eine Herausforderung, die bis in die frühesten Tage der Landwirtschaft zurückreicht. Wenn du zu früh pflanzt, riskierst du, dass ein Spätfrost deine empfindlichen Pflanzen vernichtet. Wenn du zu spät pflanzt, kann es sein, dass die Ernte noch nicht fertig ist, wenn die Saison zu Ende geht.
Hier ist es wichtig, die geschätzte Blütezeit zu kennen. Wenn es 12 Wochen dauert, bis deine Sorte blüht, brauchst du wahrscheinlich 16-18 Wochen, um sie aus einem Samen zu einem echten Monster heranzuziehen. In vielen Teilen der Welt ist die Vegetationsperiode allerdings einfach nicht lang genug, um Cannabispflanzen fünf Monate lang draußen zu halten. Wie gehst du als Grower also vor?

Es ist immer eine gute Idee, Cannabispflanzen zunächst im Haus anzubauen. So kannst du sie während ihrer empfindlichsten Zeit genau im Auge behalten und hast die Chance zu sehen, welche deiner Pflanzen am ehesten zu richtigen Bäumen heranwachsen werden.
An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass Cannabispflanzen zu blühen beginnen, wenn sie weniger als 12 Stunden Sonnenlicht pro Tag bekommen – zumindest in Innenräumen. Im Freien wird es komplizierter, da sich die Sonnenscheindauer jeden Tag ändert. Während die 12-Stunden-Marke (die Herbsttagundnachtgleiche) Ende September erreicht wird, sollten die Cannabispflanzen zu diesem Zeitpunkt bereits weit in der Blüte sein, sodass eine Ernte im Oktober die Norm ist.
Wenn du Mitte Oktober ernten willst und mit einer 12-wöchigen Blütezeit rechnest, solltest du deine Pflanzen spätestens Anfang Juni draußen in den Boden bringen. Das bedeutet, dass du sie Anfang Mai anpflanzen solltest, damit du genug Zeit hast, sie richtig vorzubereiten. Mehr zu diesem Thema erkläre ich weiter unten in Punkt 6.
Der ideale Zeitplan für den Anbau im Freien variiert stark von Region zu Region. Es ist immer ratsam, sich bei anderen Growern in deiner Gegend zu erkundigen oder zumindest in den Farmer’s Almanacs nach allgemeinen Richtlinien für deine Region zu suchen.
5. Füttern und Gießen
Große Cannabispflanzen im Freien brauchen SEHR viel Wasser. Wie viel genau, ist eine unglaublich komplizierte Frage, zu der du in unserem vollständigen Bewässerungsratgeber mehr Details finden kannst. Es gibt jedoch einige Dinge, die wir schnell abschätzen können. Nehmen wir die oben erwähnten 1000 Liter Erde mal als Ausgangspunkt.

Eine gute Faustregel besagt, dass du ¼ bis ⅓ der Wassermenge verwenden solltest, die du als Substrat im Topf hast. Diese Zahl hängt stark von der spezifischen Zusammensetzung deines Bodens, deiner Drainage und der Umgebung ab, aber sie ist ein guter Richtwert. Das bedeutet, dass ein einzelner 3 Meter hoher Weed-Baum in einem 1000-Liter-Topf zwischen 250 und 330 Liter Wasser pro Fütterung benötigt – das ist ungefähr so viel wie eine normale Badewanne.
Diese Pflanzen benötigen eine ebenso große Menge an Nährstoffen, um zu gedeihen. Aus diesem Grund stellen die meisten Grower, die sich gewaltige Cannabispflanzen wünschen, zuhause ihren eigenen Dünger her. Das ist ein einfacher und kostengünstiger Prozess, den ich in diesem Düngemittelführer ausführlich beschrieben habe.
6. Training

Wie ich bereits erwähnt habe, solltest du deinen Pflanzen gut 4-6 Wochen Zeit geben, um sich richtig zu entwickeln, bevor sie in die Blüte gehen. Das liegt daran, dass du deine Pflanze ziemlich intensiv trainieren musst, um sie zu einem echten Baum heranwachsen zu lassen. Dinge wie stressarmes Training, Fimming, Topping und Mainlining sind für die meisten Grower eine gute Idee, aber für hartgesottene Grower ist eine Kombination aus all diesen Maßnahmen am besten.
Diese Techniken können schwierig sein und sind für die Pflanzen sehr anstrengend. Wenn du dir die Zeit nimmst, sie richtig durchzuführen, hast du die besten Chancen, dass deine Pflanzen sie nicht nur überleben, sondern durch sie auch ideal gedeihen.
7. Monster-Cropping
Obwohl alles, was ich bisher gesagt habe, wichtig ist, gibt es eine Technik, die alles in den Schatten stellt: Monster Cropping. Das ist eine ziemlich einfache Methode, die ich in meinem Monster Cropping Guide ausführlich beschreibe. Kurz gesagt nimmst du hier Klone von blühenden Pflanzen und zwingst sie wieder in die Vegetationsphase.

Diese neu gezüchteten Klone brauchen mehr Zeit als normale Klone; mindestens eine zusätzliche Woche, um Wurzeln zu schlagen und weitere 2-3 Wochen, um den vegetativen Zustand umzukehren. Sobald dies jedoch geschehen ist, ist das Wachstum dieser neuen Pflanzen wirklich bemerkenswert. Während Cannabispflanzen in der Regel einen Hauptstängel ausbilden, der gerade nach oben schießt, entwickeln sich diese Revegged-Klone zu regelrechten Kleiderschränken mit potenziell Dutzenden von Hauptästen, von denen jeder seine eigene Cola haben kann.
Monster Cropping ist vielleicht nicht für jeden geeignet, und der zusätzliche Zeitaufwand und die Risiken sind nicht zu unterschätzen. Wenn du jedoch den Platz, die Zeit und die Hingabe hast, ist es eine todsichere Methode, um die größten Pflanzen zu produzieren, die du je angebaut hast.
Was ist die größte Sorte, die du je angebaut hast, und wie groß war sie? Schreib uns unten doch deine Erfahrungen!




