Die Technik des Low Stress Training (LST)

Die Technik des Low Stress Training (LST) - WeedSeedShop

Das sogenannte Low Stress Training ist eine Technik, die Züchter anwenden, um das Pflanzenwachstum zu beeinflussen. Manche nutzen sie aufgrund von Einschränkungen hinsichtlich Platz oder Energie, andere weil dadurch unglaubliche Ernten begünstigt werden. Wenn du mehr über das „Low Stress Training“ und darüber, wie es angewandt wird, erfahren willst, dann lies weiter.

Die sogenannte Technik des Low Stress Training (LST) ist eine Methode, durch die du deine Marihuana-Pflanzen beeinflussen kannst, mehr Ertrag zu erbringen, und durch die du sie steuern kannst, in die Richtung zu wachsen, in der du sie haben möchtest. Diese Technik wurde schon von vielen Züchtern angewandt, um enorme Ernten auf extrem knappem Raum zu erzielen. Auch wenn du keinen Platzmangel hast, kannst du die „Low Stress“-Technik nutzen, um deine Pflanzen dazu anzuregen, vermehrt herrliche Blüten hervorzubringen.

„Low Stress“ ist genau das, worauf der Ausdruck hindeutet, es gibt dabei nämlich überhaupt kein Beschneiden, Abhacken oder Kürzen. Vielmehr sollten der Pflanze überhaupt keine Wunden zugefügt werden, während das Verfahren des Low Stress Trainings angewandt wird. Es handelt sich um eine extrem sichere und effiziente Art und Weise (sowohl in finanzieller Hinsicht als auch hinsichtlich des Aufwands), um Marihuana zu züchten.

Hier findest du einen Leitfaden, wie diese Technik genau funktioniert, und wie du sie in deiner Zuchtanlage anwenden kannst!

Warum funktioniert das Low Stress Training

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Wie funktioniert die ganze Sache also? Indem du die Stiele so bindest, dass sie nach unten zeigen, statt nach oben, wird die ganze Pflanze mehr Licht ausgesetzt. Außerdem verteilt sich das Licht besser. Abgesehen davon verursacht das Low Stress Training eine chemische Reaktion in der Marihuana-Pflanze, die sie buchstäblich dazu zwingt, mehr Colas zu produzieren.

Du kannst dir sicher vorstellen, wenn der mittlere (höchste) Stiel deiner Marihuana-Pflanze nach unten gebunden wird, werden die Blätter und Stiele der unteren Zweige viel besser mit Licht versorgt. Indem du so vorgehst, büßt die oberste Cola nichts ein. Genau genommen verbraucht diese Cola sowieso viel unnötige Energie.

Außerdem kannst du dir sicher vorstellen, dass dieser Vorgang die anderen Triebe dazu anregt aufzuschließen. Statt einer einzigen großen, hoch aufgeschossenen Pflanze wird ein seitliches Wachstum begünstigt.

Das Magischste an diesem Vorgang ist, dass du den Geist deiner Pflanze wirksam austrickst, wenn du einen Trieb nach unten bindest und ihn mit Kabelbinder befestigst. Die Pflanze denkt, dass sie diesen Trieb völlig verloren hat und produziert Hormone, die andere Triebe hervorbringen. Das ist der Grund, warum Pflanzen durch das „Low Stress Training“ so viele Colas entwickeln und, obwohl sie kleiner sind, riesige Ernten hervorbringen.

Wie wird LST angewandt?

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Okay, jetzt weißt du ein bisschen etwas über das wissenschaftliche Prinzip, das hinter dem Low Stress Training steckt. Jetzt kannst du die Sache auch in Angriff nehmen!

Um mit dem LST anzufangen, musst du dich mit ein paar grundlegenden Gegenständen ausrüsten:

  • Netz
  • Kabelbinder oder beschichteter Draht – Benutze nichts zu Raues oder etwas, das den Pflanzen Wunden zufügt, da dies schädlich ist für das Pflanzenwachstum!
  • Drahtschneider

Die Sache auszuführen, das ist wirklich einfach. Das Wichtigste ist es, während des Vorgangs nicht zu viel Schaden anzurichten. Es sollte keinerlei Brüche oder Wunden an den Pflanzen selbst geben.

  1. Benutze den Kabelbinder oder den beschichteten Draht, um sämtliche Stile zu befestigen – befestige sie irgendwo!
  2. Binde das Kabel an den Topf, in dem sich die Pflanze befindet, oder befestige es in der Erde, indem du Briefbeschwerer benutzt, oder befestige das Kabel an irgendetwas anderem im Raum. Verhindere, dass die Stiele direkt zum Licht hin zeigen.
  3. Falls deine Pflanzen zu buschig werden, kannst du die Stiele um die Pflanze herum biegen.
  4. Falls deine Pflanzen zu hoch wachsen, kannst du sie einfach nach unten biegen.

Die Technik des Low Stress Training ermöglicht dir im Grunde die vollkommene Kontrolle über die Größe und die Form deiner Marihuana-Pflanze.

Wichtig ist es zu beachten, dass die Pflanze möglicherweise einige Tage Erholung benötigt, falls du Biegungen am obersten Stiel vorgenommen hast.

Falls der Stress doch ein bisschen größer als beabsichtigt war, wirst du ein wenig Wachstumsverzögerungen feststellen. Das ist jedoch kein Grund zur Besorgnis, da die Pflanzen schnell zu ihrer normalen Wachstumsgeschwindigkeit zurückfinden werden. Wenn du alles so vorsichtig wie möglich durchgeführt hast, wird der Stress vermutlich keine Schäden hinsichtlich der Wachstumsgeschwindigkeit und -struktur deiner Pflanze verursachen.

Du wirst erstaunt sein, wie viele Colas sich entwickeln können, wenn du die Stiele Licht und Luft aussetzt. Normalerweise sind die Stiele hinter Blättern versteckt, aber die Technik des Low Stress Trainings maximiert die Anzahl der Blüten, die sich letztendlich entwickeln. Sei vorsichtig, dass du deine Pflanze nicht zu sehr stresst. Im Gegensatz zu anderen Methoden ist diese Technik einfach und kostenlos. Mit den Ergebnissen wirst du sehr zufrieden sein!

Comments

1 Kommentar zu „Die Technik des Low Stress Training (LST)“

  1. Das Herunterbinden muss ich eigentlich beim Indoor-Grow mit vielen Haze-Pflanzen immer anwenden, weil ich einige sehr leckere Sorten habe, die weit länger als 4 Wochen nach dem Einleiten der Blüte wachsen.

    Ich empfehle ganz normalen Blumendraht am Topfrand festbinden und den Haupttrieb langsam nach jedem Wachstumsschub ein paar Zentimenter herunter zu ziehen.

    Aufpassen sollte man besonders nach jedem Gießen mit Dünger, da wachsen sie teilweise mehrere Zentimeter und kommen der NDL schnell zu nahe!

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Autor

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    Emma Ryte

    Ich bin in Deutschland geboren, habe während meiner Kindheit in England gelebt und meine High-School-Jahre in den USA verbracht. Meine Eltern sind mehr oder weniger Hippies, und deshalb hatte ich die Möglichkeit, mich frei zu entscheiden und meiner Leidenschaft für die Cannabispflanze nachzugehen. Meine Liebe zum Schreiben folgte bald danach. Durch das Schreiben über das Thema Cannabis habe ich viel über die Nutzung, den Anbau, die gesundheitlichen Vorteile und die industrielle Nutzung der Pflanze gelernt und teile dieses Wissen gerne! Ich besuche Amsterdam so oft wie möglich und schätze die Atmosphäre dort sehr, vor allem wenn es um Cannabis geht. Das motiviert mich dann, neue Dinge auszuprobieren, und ich erfahre auch viel über die Entwicklungen in der Branche. Könnte ich mir eine Person wünschen, mit der ich etwas rauchen möchte, wäre das Stevie Wonder. Ich liebe es, zu seiner Musik zu entspannen und high zu sein, und ich würde ihn gern einmal treffen!
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