Wann Cannabis-Pflanzen zur Blüte bringen?

Wann Cannabis-Pflanzen zur Blüte bringen? Weed SeedShop

Viele unerfahrene Züchter stecken in der Zwickmühle, wenn es um die Frage geht, wann sie ihre Pflanzen zur Blüte bringen sollten. Leider gibt es hier keine eindeutige Antwort, da dies von vielen verschiedenen Umständen abhängt. Du willst wissen, wann das richtige Timing für deinen Garten für die Blüte ist? Werde zum Experten und erfahre es hier!

Manche sagen, der Schlüssel zum Leben bestehe darin, das richtige Timing zu erkennen – allerdings will ich nicht behaupten, dass ich die Antwort auf das Leben kenne. Was den Anbau von Marihuana angeht, ist das richtige Timing jedoch einer der zentralen Punkte.

Es ist essenziell, das „Wann“ zu kennen: wann sollte es hell sein, wann dunkel, wann sollte man gießen, ernten und – natürlich – zur Blüte bringen. Unter unerfahrenen Züchtern ist es völlig normal, dass sie sich fragen, wann sie ihre Cannabis-Pflanzen zum Blühen bringen sollten. Die meisten hierzu erhältlichen Informationen sind unklar.

Es existiert keine eindeutige Regel, die festlegt, wann du deine Pflanzen von der Wachstumsphase zur Blüte bringen solltest. Das hängt von vielen verschiedenen Umständen ab, zum Beispiel davon, wie viel Zeit und Platz du zur Verfügung hast. Die Zeit, die die Pflanze zum Wachsen benötigt, hängt auch von der Sorte ab und davon, ob du Samen verwendest oder klonst.

Deswegen macht es keinen Sinn, den Zeitplan anderer Züchter zu übernehmen, es sei denn, sie züchten die gleiche Sorte unter genau den gleichen Bedingungen und bei gleichem Platzbedarf. Um zu wissen, wann die Pflanze von der Wachstumsphase zum Blühen gebracht werden sollte, sollte ein Züchter alle Umstände berücksichtigen, die ausschlaggebend sind für seine speziellen Zuchtbedingungen.

Dieser Beitrag stellt einen ausführlichen Leitfaden zum richtigen Timing dar. Durch die Informationen, die hier geboten werden, kannst du dir genug Wissen aneignen, um entscheiden zu können, wann die ideale Umstellzeit für deine Cannabis-Pflanzen ist.

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Was heißt zur Blüte bringen?

Zuerst solltest du, bevor du die Umstellphase einleitest, alle männlichen Pflanzen entfernen (aber wirf sie nicht weg!). Wenn sie während der Blütezeit mit den weiblichen Pflanzen zusammenbleiben, wirst du am Ende Samen erhalten statt Gras. Zunächst aber zur Frage: Was heißt das genau, die Pflanzen zur Blüte zu bringen?

Die Aufgabe eines Indoor-Züchters besteht darin, die natürlichen Wetterbedingungen erfolgreich in Innenräumen nachzuahmen. Die Blüte zu forcieren ist also eine Art, den Pflanzen mitzuteilen, dass sich die Jahreszeiten ändern, indem du die Stundenzahl, die sie im Dunkeln verbringen, erhöhst. Genauer gesagt heißt das, dass du den Tag-Nacht-Zyklus von 18 Stunden Tag und 6 Stunden Nacht auf 12 Stunden Tag und 12 Nacht änderst.

Weibliche Pflanzen werden keine Knospen bilden, bevor sie nicht in die Blütezeit eintreten. In dem Moment, in dem du den Tag-Nacht-Zyklus umstellst, werden die Pflanzen aufhören, ihre Energie durch die Bildung von Wurzeln zu verbrauchen. Sie werden sie in die Entwicklung von Blüten stecken.

Berücksichtige die maximale Pflanzenhöhe

Der wichtigste Faktor, um zu entscheiden, wann du die Pflanzen zur Blüte bringen solltest, ist, mit wie viel Platz du arbeitest. Wenn du Pflanzen zu lange an einem zu kleinen Platz wachsen lässt, riskierst du, dass sie direkt zu den Lichtquellen hin wuchern und verbrennen.

Um das zu vermeiden, solltest du die maximale Wachstumshöhe berücksichtigen, die deine Pflanzen gefahrlos erreichen dürfen, ohne durch die Decke oder Lichtquellen beeinträchtigt zu werden. Dabei solltest du deine Pflanzen nicht näher als 30 Zentimeter an die Lichtquelle heranwachsen lassen. Du kannst es dir leisten, noch einige Zentimeter näher heranzugehen, wenn du kühlere Lichter verwendest, so wie zum Beispiel Neonlampen oder LED-Leuchten. Ansonsten riskierst du, dass deine Pflanzen verbrennen.

Das heißt, du musst auch die Leuchtkörper für die Umgebung beachten, in der du züchtest. Manche Lichtquellen werden heißer als andere. Bedenke also die Größe des Platzes, den du zur Verfügung hast, und die Lichtquellen, die du auswählst. Je länger sich deine Pflanzen in der Wachstumsphase befinden, umso hochwüchsiger werden sie.

Wie hoch du deine Pflanzen in der Wachstumsphase wachsen lassen solltest, hängt davon ab, welche Art von Marihuana du züchtest. Dieses Thema werden wir im nächsten Abschnitt behandeln. Es ist viel zu ungenau, zu behaupten, dass drei oder vier Wochen Wachstum der richtige Zeitrahmen sind. Vielmehr hängt alles davon ab, wie viel Platz du hast und welche Art von Gras du züchtest.

Züchtest du Indica oder Sativa?

Nachdem du jetzt weißt, welche maximale Pflanzenhöhe der Platz, den du zur Verfügung hast, hergibt, solltest du dich damit befassen, welche Art von Cannabis du züchtest. Die Art von Cannabis, die du verwendest, ist der absolut wichtigste Aspekt hinsichtlich der Entscheidung, wie hoch du deine Pflanzen wachsen lassen solltest, bevor du in den Blütezeit-Licht-Zyklus wechselst.

Indica-Sorten sind bekannt dafür, dass es sich hierbei um kürzere, buschigere Pflanzen handelt als bei Sativas. Während der Blütezeit verhalten sich beide Arten von Marihuana unterschiedlich.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass eine Indica-Pflanze während der Blütezeit lediglich 25 bis 50 Prozent zusätzlich an Wuchshöhe gewinnt. Das bedeutet, wenn du deine Pflanze während der Wachstumsphase 60 Zentimeter hoch wachsen lässt, wird sie bei der Ernte wahrscheinlich nur maximal 90 Zentimeter hoch sein.

Andererseits sind Sativa-Pflanzen dafür bekannt, dass sie viel hochwüchsiger als Indica-Pflanzen sind. Sie schießen auch während der Blütephase weiter empor; konkret heißt das, dass eine Pflanze, die während der Wachstumsphase 60 Zentimeter hoch ist, 180 Zentimeter hoch werden kann.

Beachte dabei, dass diese allgemeine Regel für reine Sativa-Pflanzen gilt, die eine seltenere Art von Marihuana darstellen. Die meisten Züchter verwenden Indica-Pflanzen oder Kreuzungen, es sei denn, sie arbeiten in einem kommerziellen Rahmen, der den Anbau von hohen Sativa-Pflanzen ermöglicht.

Viele Cannabis-Züchter entscheiden sich für Kreuzungen, weil diese den Kick von Sativas beinhalten, ohne dass sie den ganzen Raum beanspruchen. Die grundlegende Regel für Kreuzungen besagt, dass sie bis zur Ernte doppelt so hoch wachsen. Wenn deine Pflanze 60 Zentimeter hoch ist, wenn du sie zum Blühen bringst, kannst du davon ausgehen, dass sie insgesamt etwa 120 Zentimeter hoch wird.

Die Wuchshöhe deiner Pflanze sollte das wichtigste Kriterium für das Timing für die Umstellung sein. Wenn du etwa 30 Zentimeter Abstand zwischen der Lichtquelle und der Pflanze lassen willst, dann sollte deine Pflanze auch niemals höher wachsen.

Miss die maximale Höhe aus und geh nach den oben genannten Regeln vor. Ein Beispiel hierzu: Wenn der Abstand zwischen dem Leuchtkörper und der Pflanze 150 Zentimeter beträgt, sollte deine Pflanze nicht höher als 120 Zentimeter wachsen.

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Wann wechseln: Klone vs. Samen

Es spielt keine Rolle, ob du Klone oder aus Samen züchtest, die oben genannten Regeln gelten auf jeden Fall. Jedoch ist es wichtig, zu beachten, dass deine Zuchtmethode einen Einfluss darauf hat, wie lange Pflanzen sich in der Wachstumsphase befinden.

Wenn deine Pflanze kein solides Wurzelwerk entwickelt hat, dann wird die Blütezeit für dich enttäuschend sein. Aus diesem Grunde ist es erforderlich, die Samen oder Klone tragfähige Wurzeln ausbilden zu lassen, bevor sie in die Wachstumsphase kommen.

Als allgemeine Regel gilt bei manchen Züchtern, dass die erste Reihe echter Blätter den Beginn der Wachstumsperiode markiert (falls du aus Samen züchtest). Was Klone angeht, können diese viel schneller als Setzlinge wachsen. Es ist essenziell, dass du deine Pflanzen in den frühen Phasen ihres Daseins genau beobachtest.

Deswegen solltest du bedenken, dass Klone, auch wenn sie aussehen, als wären sie reif für die Blütezeit, möglicherweise noch kein ausreichendes Wurzelwerk entwickelt haben. Klone können unter Umständen sehr schnell sehr hoch wachsen. Dies bringt einen Züchter vielleicht dazu, in die Blütezeit wechseln zu wollen, aber tatsächlich sind die Wurzeln noch nicht stark genug dafür.

Zuchtmethoden

Die Zuchtmethode, die du anwendest, ist ebenfalls entscheidend dafür, wie lange du Pflanzen in der Wachstumsphase halten solltest, bevor du sie zur Blüte bringst. Manche Züchter verwenden spezielle Zuchtmethoden, um einerseits den Ertrag zu maximieren und andererseits die Pflanzenhöhe zu minimieren. In diesem Fall ist die Wachstumsphase deutlich länger als üblich.

Super-Cropping nennt sich die Technik, bei der die Züchter die größeren Zweige ihrer Pflanzen herunterbiegen, so dass sie nach außen statt nach oben wachsen. Dadurch kommt es zu einer längeren Wachstumszeit. Das Ziel dieser Zuchtmethode ist es, eine riesige Ernte zu erzielen.

Sea of Green (SOG) oder Screen of Green (SCROG) stellen andere Cannabis-Zuchtmethoden dar, bei denen durch das Anbringen eines Netzes gezüchtet wird. Diese Methoden sind günstig für kleinere Pflanzen, die nur eine Blüte entwickeln.

Ziel dieser Zuchtmethoden ist es, einen horizontalen Platz gut auszunutzen, wenn nach oben hin nicht viel Freiraum ist. In diesem Fall ist die Wachstumsphase wesentlich kürzer, da es den Pflanzen nicht möglich ist, sehr hoch zu wachsen.

Dies sind Beispiele, um dir zu zeigen, dass das, was du mit der Zucht erreichen möchtest, absolut dafür entscheidend ist, wann du von der Wachstumsphase in die Blütezeit wechseln solltest.

Wenn du mit einem sehr engen und kleinen Platz arbeitest, dann dürftest du Methoden wie den SROG-Style bevorzugen. Wenn du haufenweise Platz auf dem Boden hast, aber keinen Raum nach oben hin, dann tendierst du wahrscheinlich zur Super-Cropping-Methode.

Bei beiden Methoden ist die Wachstumsphase eine andere. Es liegt alles an dem Züchter und an dem, was er erreichen möchte.

Unterschiedliche Pflanzenhöhen

Wenn du schon mal Marihuana gezüchtet hast, dann weißt du, dass es Unterschiede in der Wuchshöhe zwischen den Pflanzen gibt, auch wenn sie von der gleichen Sorte stammen. Die beste Art damit umzugehen, ist, die Pflanzen zu beschneiden und zu toppen. Das gibt den kleineren Pflanzen Zeit, zu den größeren aufzuschließen, und begünstigt außerdem eine größere Ernte.

Du solltest deine Pflanzen immer wie Individuen und wie einzelne Kunstwerke behandeln – weil sie völlig unterschiedlich reagieren. Es existiert kein Regelwerk, wie mit Marihuana-Pflanzen umzugehen ist. Vielmehr handelt es sich um einen dynamischen Vorgang, der dir abverlangt, sensibel die Bedürfnisse deiner Pflanzen und deine Wünsche als Züchter zu berücksichtigen.

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Autor

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    Emma Ryte

    Ich bin in Deutschland geboren, habe während meiner Kindheit in England gelebt und meine High-School-Jahre in den USA verbracht. Meine Eltern sind mehr oder weniger Hippies, und deshalb hatte ich die Möglichkeit, mich frei zu entscheiden und meiner Leidenschaft für die Cannabispflanze nachzugehen. Meine Liebe zum Schreiben folgte bald danach. Durch das Schreiben über das Thema Cannabis habe ich viel über die Nutzung, den Anbau, die gesundheitlichen Vorteile und die industrielle Nutzung der Pflanze gelernt und teile dieses Wissen gerne! Ich besuche Amsterdam so oft wie möglich und schätze die Atmosphäre dort sehr, vor allem wenn es um Cannabis geht. Das motiviert mich dann, neue Dinge auszuprobieren, und ich erfahre auch viel über die Entwicklungen in der Branche. Könnte ich mir eine Person wünschen, mit der ich etwas rauchen möchte, wäre das Stevie Wonder. Ich liebe es, zu seiner Musik zu entspannen und high zu sein, und ich würde ihn gern einmal treffen!
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